Jülich - Hotels Jülich - "historische Festungsstadt"
 
 

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Jülich wurde Mitte des 16. Jahrhunderts völlig neu am Reißbrett entworfen: Nach dem großen Stadtbrand 1547 konnte der Bologneser Alessandro Pasqualini, seit 1531 als herausragender Baumeister und Architekt in den Niederlanden bekannt, in herzoglichem Auftrag seine Vorstellungen von einer Idealstadtanlage im Geist der italienischen Hochrenaissance verwirklichen......

 

  
Das Alte Rathaus wurde 1953 nach Plänen des Professors René von Schöfer an der Stelle des kriegszerstörten, barocken Gebäudes von 1781 wiedererrichtet. Es beherbergt seit der kommunalen Neugliederung 1972 nur noch einige Abteilungen der Stadtverwaltung.Die erhöhte Lage des Marktplatzes und das Gefälle der meisten anschließenden Strassen erklären sich aus der jahrhundertelangen Anhebung des Bodenniveaus durch Kulturschuttablagerung, stellenweise fast fünf Meter hoch.
 
 
 
Rest eines Tores der bastionierten Stadtbefestigung mit erhaltener, ca. 115 m langer Wallmauer (zur Bastion St. Jakob) vor teilweise verfülltem, ehemals 4,5 m tiefem und 30 m breitem Graben; 1548 vollendet, ist es das erste Renaissance-Stadttor im Rheinland. Nur der äußere Torbogen ist noch vorhanden, das Torhaus mit dem inneren Bogen wurde 1860 niedergelegt. Durch das enge Tor wickelte sich bis dahin der gesamte Personen- und Warenverkehr nach Westen ab.
   

 

 


 

 
Der Hexenturm hatte vier Verteidigungsebenen, einschließlich des ursprünglich flachen, zinnenbewehrten Daches. Die jetzige Dachform stammt aus dem 17. Jahrhundert. Nach Abbruch der Stadtmauer zu Beginn der Neuzeit Nutzung als Gefängnis und Folterstätte des Haupt- und Criminalgerichts des Herzogtums. Hexenverfolgungen waren in Jülich außerordentlich selten; schon 1563 bekämpfte der herzogliche Leibarzt Johannes Weyer den in Europa weit verbreiteten Hexenwahn mit seinem alsbald auf den Index gesetzten Buch "De praestigiis daemonum".Im Außenmauerwerk der Stadtseite zwei Spolien von römischen Gräbern (Ende des 1. Jh.): eine mit Totenmahl, die andere Fragment eines Mannes in Toga (Hinweis auf sein römisches Bürgerrecht). Im "Kulturhaus am Hexenturm", dessen Westfassade architektonisch Form und Verlauf der mittelalterlichen Stadtmauer aufnimmt, befindet sich das Stadtgeschichtliche Museum Jülich mit interessanten Dauer- und Sondrausstellungen

 

 
 
Das Schloß stand mit seinem Ziegelmauerwerk in der Tradition niederländisch-niederrheinischer Bauweise des 16. Jahrhunderts; durch "italienischen" Bauschmuck hob Alessandro Pasqualini den "piano nobile", das repräsentative Obergeschoß, und die Schloßkapelle hervor. Die Schloßanlage hat 1944 schwere Kriegsschäden erlitten, aber auch schon vorher starke Veränderungen durch Nutzung als Kaserne (etwa ab 1610) erfahren. So verschwand schon früh die in den Resten der Konsolen, Gesimse und insbesondere der Portalrahmung des Tortunnels noch nachvollziehbare, zweigeschossige Loggia rund um den Schloßhof; sie erschloß usprünglich auch die renaissancezeitlichen Treppenhäuser und das Obergeschoß der Schloßflügel. Ein Brand 1768 machte die Erneuerung der Westfassade der Kapelle (Rokoko) notwendig, an die das doppelte Chronogramm am volutengeschmückten Giebel erinnert.
 
 
 

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